MEI-CODIERUNG
Die MEI-Codierung (Music Encoding Initiative) bildet einen wesentlichen Bestandteil des Projekts „Vienna Lost Symphonies“. Ziel ist die strukturierte, standardisierte und maschinenlesbare Erfassung musikalischer Werke, um historische Quellen langfristig zu dokumentieren, wissenschaftlich auszuwerten und digital zugänglich zu machen.
Die im Rahmen des Projekts erstellten digitalen Editionen und Partituren werden in das internationale MEI-Format überführt. Dabei werden musikalische Informationen wie Notentext, Besetzungen, Satzstrukturen, Metadaten, editorische Anmerkungen und Quellenangaben kodiert.
Die MEI-Codierung ermöglicht nicht nur die nachhaltige Archivierung musikalischer Daten, sondern schafft zugleich die Grundlage für computergestützte Analysen, digitale Editionen, Visualisierungen, Datenaustausch und die Vernetzung mit Forschungsinfrastrukturen und digitalen Musikarchiven.
Durch die Verwendung offener Standards trägt die MEI-Codierung zur langfristigen Verfügbarkeit, Nachnutzbarkeit und wissenschaftlichen Transparenz der digitalen Quellen bei. Gleichzeitig schafft sie die Grundlage für zukünftige Anwendungen in den Bereichen Digital Humanities, Computational Musicology, Music Information Retrieval (MIR) und Virtual Performance.
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